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Raspberry Pi Setup für Einsteiger

Du hast einen Raspberry Pi Zuhause, scheiterst aber an der Installation? Oder du würdest gerne einen Raspberry Pi kaufen, weist aber nicht was du brauchst oder wie Du starten sollst? Dann schau Dir diesen Guide an.

Welches Zubehör für den Raspberry Pi kaufen?

Der Raspberry Pi* ist ein Einplatinencomputer; er besteht also nur aus einer Platine auf der sich Prozessor und diverse Anschlüsse befinden. Grundsätzlich handelt es sich um einen vollwertigen Computer. Allerdings werden zum Betrieb noch weitere Dinge benötigt. Was Du unbedingt brauchst und was „nice-to-have“ ist, findest Du in den folgenden Listen.

Notwendiges Zubehör

  • Eine Micro-SD Karte mit mind. 8GB, besser gleich 16GB oder 32GB*
  • Ein SD Kartenleser
  • Ein Netzteil* mit 2A oder mehr

Optionales Zubehör

Noobs, Raspbian, Ubuntu oder Recalbox

Es gibt grundsätzlich zwei Wege ein Betriebssystem auf dem Raspberry Pi zu installieren. Neben dem einsteigerfreundlichen Noobs gibt es inzwischen viele fertige Images, die sich auf die SD Karte schreiben lassen. Das klassische Betriebssystem ist Raspbian, welches auch hier im Guide verwendet wird. Die Anleitung zur Installation von Raspbian kann aber auch auf die anderen Systeme übertragen werden.

Installation mit Noobs

Die Raspberry Pi Foundation stellt mit Noobs eine einfache Möglichkeit für die erste Installation zur Verfügung und bietet dazu auch gleich ein Video Tutorial.

Noobs wird in zwei Varianten angeboten: Die größere Version bringt das Betriebssystem Raspbian bereits mit, die kleinere Variante, Noobs Lite, bietet nur eine Installation übers Netz.

Für die Installation braucht der Raspberry einen angeschlossenen Monitor und eine Tastatur, bei Noobs Lite am besten auch eine LAN Verbindung. Wenn du das alles nicht hast, schau Dir die Installation über die Image Datei an.

Installationsschritte mit Noobs

  1. Lade Dir den SD-Formatter herunter (gibt es für Mac und Windows) und formatiere damit die Micro-SD Karte. Dazu wählst Du das richtige Laufwerk und klickst den Button „Formatieren“. Bei SD-Karten ab 64 GB musst du diesen Hinweis beachten.
  2. Lade entweder Noobs oder Noobs Lite von RaspberryPi.org herunter.
  3. Entpacke die ZIP-Datei auf Deine SD Karte
  4. Entferne die SD-Karte sicher aus dem Kartenleser, stecke sie in Deinen Raspberry Pi und schließe dann den Strom an.
  5. Nach kurzer Wartezeit sollte der angeschlossene Monitor ein Auswahlmenü anzeigen. Wähle Raspbian aus und drück den Button Install

Noobs Betriebssystem Auswahl

Installation mit Raspbian Image

Update: Inzwischen gibt es einen offiziellen Instalationshelfer, den Raspberry Pi Imager. Damit is es noch einfacher das Image auf die SD-Karte zu schreiben. Die alte Beschreibung, in welcher Balena Etcher genutzt wurde, ist aktualisiert.

Wer etwas flexibler sein möchte, nutzt eines der fertigen Images. Die Images haben den Vorteil, dass weder ein Monitor noch eine Tastatur benötigt wird. Auf der offiziellen Raspberry Pi Seite findest Du zwei Images: Raspbian mit Desktop und Raspbian Lite, was ohne grafische Oberfläche daherkommt.

Welches Image du verwendest bleibt Dir überlassen.

Installationsschritte mit Image

  1. Lade dir den Raspberry Pi Imager für dein Betriebssystem herunter und starte das Programm.
  2. Wähle auf der linken Seite das gewünschte Betriebssystem für deinen Raspberry Pi aus.
  3. Stecke die SD-Karte in den Kartenleser und wähle in der Mitte das richtige Laufwerk aus.
  4. Drücke den Write Button. Die SD-Karte wird nach dem Schreibvorgang noch validiert, damit sicher ist, dass der Schreibvorgang korrekt abgelaufen ist.
  5. Entferne die SD-Karte sicher nach Abschluss des Schreibvorgangs, stecke sie in Deinen Raspberry und schließe den Strom an. Die erste Einrichtung dauert ein klein bisschen.

Der neue RaspberryPi Imager

SSH Zugriff für Headless Betrieb

Für viele Anwendungen benötigt der Raspberry Pi keinen angeschlossenen Bildschirm. Damit eine Steuerung erfolgen kann, kann der SSH Zugriff aktiviert werden.

Einrichtung der Verbindung

Die Einrichtung unterscheidet sich je nach Installationsvariante.

Bei Noobs verwendest du das Raspberry Pi Konfigurationstool. Entweder rufst Du es im Terminal mit dem Befehl sudo raspi-config auf oder auf dem Desktop im Startmenü unter Einstellungen -> Rasperry Pi Konfiguration. Unter dem Reiter Interfaces (bei raspi-config unter Advanced Options) kannst du den SSH Zugriff aktivieren. Anschließend muss der Raspberry Pi neugestartet werden.

Hast du ein Image verwendet, erstelle in der Boot Partition der SD Karte vor dem ersten Start eine Datei mit dem Namen ssh (ohne Dateiendung). Während des ersten Bootvorgangs wird der SSH Zugang automatisch aktiviert.

Anmeldung über MacOS oder Linux

Die SSH-Verbindung kann unter MaxOS oder Linux ohne zusätzliche Software mit dem Terminal hergestellt werden. Tippe ssh pi@raspberrypi.local ein. Nach der Bestätigung mit Enter wirst du nach dem Passwort gefragt. Zu Beginn lautet dies raspberry. Alternativ zum Hostnamen raspberrypi.local kannst Du auch die IP-Adresse eingeben.

Anmeldung über Windows

Unter Windows verwendest Du am besten Putty. Nach dem Download des kostenlosen Programms kannst du dort bequem die Verbindungsdaten eintragen. Der Hostname lautet raspberrypi.local, der Port ist 22. Beim Connection Type wählst Du SSH. Jetzt noch pi als Benutzernamen, raspberry als Passwort eintragen und die Verbindung kann geöffnet werden.

Die wichtigsten Befehle für das Terminal

An die Bedienung über das Terminal gewöhnt man sich schnell. Für einen schnellen Einstieg findest Du in der nachfolgenden Liste die aus meiner Sicht wichtigsten Befehle.

  • sudo Führt einen Befehl mit root-Rechten aus.
  • sudo raspi-config Öffnet die Raspberry Pi Konfiguration mit diversen Einstellungsmöglichkeiten
  • sudo apt-get update Aktualisiert die Paketlisten, die für das Update und die Installation von Software benötigt werden
  • sudo apt-get upgrade Führt die Aktualisierung von bereits installierter Software aus
  • sudo apt-get install [Paketname] Installiert ein neues Softwarepaket auf dem Raspberry Pi
  • ls Zeigt den Inhalt des aktuellen Ordners an
  • nano [Dateiname] Öffnet den Nano-Editor zum Editieren bzw. Erzeugen einer Datei
  • mkdir [Pfad/Ordnername] Erzeugt ein Verzeichnis
  • touch [Dateiname] Erzeugt eine Datei
  • cp [Quellpfad] [Zielpfad] Kopiert eine Datei oder einen Ordner (dann muss der Parameter -R mitgegeben werden)
  • mv [Quellpfad] [Zielpfad] Verschiebt eine Datei oder einen Ordner
  • wget [URL] Lädt eine Datei von der angegebenen URL

Weitere Erläuterungen findet Ihr z.B. im Ubuntu-Wiki, welches gerade für Einsteiger eine tolle Informationsquelle ist. Auch wenn Raspbian auf Debian (eine andere Linux-Distribution) basiert, können die meisten Befehle verwendet werden.

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